IWgR webVom 13. bis 25. März 2017 finden – angelehnt an den bundesweiten Aktionszeitraum – die Internationalen Wochen gegen Rassismus in Magdeburg statt.

Dem Mobilisierungsaufruf der Vereine Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA) und Miteinander e.V. in der Magdeburger Stadtgesellschaft sind zehn Organisationen mit dreizehn facettenreichen Beiträgen gefolgt. Sie umspannen Geschichte und Gegenwart wie auch Ländergrenzen und individuelle Lebenswelten.

Das Programm umfasst Workshops, Seminare, Filme, Vorträge, Diskussionen u.v.m. und richtet sich an verschiedene Zielgruppen: jüngeres und älteres Publikum, mehrsprachige Besucher*innen und Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte. Auch für Fachpublikum aus dem schulischen und außerschulischen Bereich, der Interkulturellen Bildung oder Antirassismusarbeit sind interessante Angebote enthalten.
Die Beiträge setzen sich kritisch mit Menschenrechtsfragen im Iran, in Saudi-Arabien, Afghanistan und der ehemalige Sowjetunion auseinander und „kehren genauso vor der eigenen Tür“.
Auch die Polarisierung in unserer Gesellschaft wirft weiter- und tiefergehende Fragen auf. Etwa, wie ein zukunftsorientiertes Gesellschaftsmodell von Solidarität, Menschenwürde und gleichberechtigter Teilhabe für alle gestaltet werden kann. Wie wir mit Einstellungen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sowie Ideologien der Ungleichwertigkeit in der Mitte der Gesellschaft bis hinein ins Landesparlament umgehen.
Das Programm zeigt: Magdeburg ist bunt und vielfältig. Den engagierten Gestalterinnen und Gestaltern des Magdeburger Stadtlebens vom Kulturzentrum bis zur Migrantenorganisation, von der Gewerkschaft bis zur Geflüchtetenunterkunft, gehören die Scheinwerfer der Aufmerksamkeit, nicht den Hetzenden und kalkuliert Tabubrechenden.

kombiDie IQ-Servicestelle „Interkulturelle Orientierung / Öffnung,Antidiskriminierung und Diversity“ der AGSA und das Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt e.V. bieten im Jahr 2017 wieder bis zu 15 Teilnehmenden die Gelegenheit, sich als

KomBILaufbahnberaterinnen bzw. KomBI-Laufbahnberater (ehrenamtlich)

qualifizieren zu lassen. 

Viele Migrantinnen und Migranten engagieren sich bereits ehrenamtlich in den Communities und Migrantinnenorganisationen. Sie beraten Menschen und geben Lebenshilfe, vermitteln Hilfsangebote und bieten Unterstützung in unterschiedlichsten Lebenslagen. Um diese Beratungen zu professionalisieren und die Leistungen der Beraterinnen und Berater anzuerkennen, gibt es die Qualifizierung zur KomBI-Laufbahnberatung. KomBI-Laufbahnberatung steht für kompetenzorientiert, biographisch, interkulturell und will gezielt den Diversity-Ansatz sowie die besondere berufliche Situation der Migrantinnen und Migranten berücksichtigen.

bfdDas Projekt „Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug in Sachsen-Anhalt“ ist jetzt online.
Unter www.bfd-integriert.de werden regelmäßig aktuelle Informationen zum BFD Sonderprogramm mit Flüchtlingsbezug erscheinen. Portraits von Freiwilligendienstleistenden und Zitate von Einsatzstellen zeigen, wie und wo landesweit Engagement und Integration Hand in Hand befördert werden. Einen guten Eindruck von dem hinter diesem Freiwilligendienstformat stehenden engagierten Menschen vermittelt der parallel entstandene Portraitfilm „Ahmad – Freiwillig in Sachsen-Anhalt“

IKOE BLKUnsere Kolleg*innen vom IKOE-Team (Interkulturelle Orientierung und Öffnung - Fortbildungs- und Beratungsservice für Verwaltungen) haben 2016 intensiv mit Verwaltungsmitarbeiter*innen im Burgenlandkreis gearbeitet. Während eines Workhsops für Mitarbeiter*innen der Ausländerbehörde Naumburg ist dieser 10-minütige Beitrag des Offenen Kanal Magdeburg entstanden. Sehr eindrücklich beleuchtet er im Gespräch u.a. mit dem Amtsleiter, der Trainerin und der Projektleiterin, warum interkulturelle Öffnung nicht nur ein Trendthema ist sondern für jede Kommune und jeden Landkreis essentiell, dem an Bürgernähe, Zugewandtheit und Beratungsgesprächen auf Augenhöhe gelegen ist. Zufriedene Bürger*innen und Mitarbeiter*innen trotz sprachlicher bis bürokratischer Barrieren sind das Ziel - nichtzuletzt mit dem positiven Nebeneffekt des Imagegewinns der jeweiligen Verwaltung und Region. 

20 Jahre efdBereits im November feierten Vertreter*innen von Trägern der Internationalen Jugendarbeit, des Landes Sachsen-Anhalt und des Europaparlaments gemeinsam mit der Agentur Jugend für Europa sowie aktiven und ehemaligen European Volunteers das 20. Jubiläum des Europäischen Freiwilligendienstes in Sachsen-Anhalt. Junge Menschen haben im europäischen Ausland die Möglichkeit, sich für ein Jahr im sozialen, ökologischen oder kulturellen Bereich zu engagieren, Sprachkenntnisse zu erweitern und wertvolle Kompetenzen für ihre persönliche und berufliche Zukunft zu erwerben. Auch die Einsatzstellen profitieren von der Zusammenarbeit mit Jugendlichen und mit europäischen Partnern. Zusammen tragen sie in ihrer Region dazu bei, gesellschaftliches Engagement und Europäische Bürgerschaft zu stärken.

Erklärung zivilgesellschaftlicher Träger (22. August 2016)

Die Trägerlandschaft in Sachsen-Anhalt mit ihren zahlreichen Organisationen, Vereinen und Verbänden steht für eine demokratische Alltagskultur. Es ist unser erklärtes Ziel, uns stark zu machen für ein Klima, das die Freiheit und die Würde jedes*jeder Einzelnen garantiert. Wir engagieren uns gegen jede Form der Ausgrenzung, Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit.

Als Trägerlandschaft streiten wir für eine Politik, die sich für alle Menschen in unserer Gesellschaft einsetzt und stehen dafür als Partner*innen zur Verfügung. Basis unseres gemeinsamen Agierens ist unsere Erklärung „Für ein demokratisches Sachsen-Anhalt der Vielfalt und des gegenseitigen Respekts“.

Erklärung der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V.

Sachsen-Anhalt verändert sich – wir verändern mit! Wir bringen uns aktiv in die Gestaltung
unseres Lebensumfeldes ein. Das tun wir als zivilgesellschaftlich engagierte Menschen und
Bürger*innen, als Interessenbündnisse, Organisationen und Vereine, denen es um die
Stärkung des Gemeinwesens in unserem Land geht.
Das Befördern des interkulturellen Dialogs und das Zulassen alternativer Sichtweisen stärkt
die Demokratie.