Fortbildung „Umgang mit traumatisierten Personen im Beratungskontext“

Kategorie: Veranstaltungen
Datum: Mo. 18 Sep, 2017 9:30 - 16:30
Dauer: 7 Stunden

Zielgruppe:
Behördenmitarbeitende aus den Arbeitsverwaltungen und kommunale Bedienstete, Interessierte

Ausgangslage:
Ratsuchende, darunter insbesondere die Zielgruppe der Geflüchteten, können mit zahlreichen persönlichen Problemen in die Beratung kommen. Immer wieder haben diese auch mit den Folgen traumatisierender Erlebnisse zu kämpfen, die sie häufig noch lange Zeit belasten und ihr alltägliches Leben unter Umständen schwer beeinträchtigen. Diese Situation führt zu einer Unsicherheit auf Seiten der Beratenden einerseits in Hinblick darauf, wie sie im Bedarfsfall adäquat reagieren und anderseits, wie sie als Beratende sich selbst vor Sekundärtraumatisierungen schützen können.

Inhalt:
Im Rahmen der Fortbildung am 18.09.2017 werden wir uns mit folgenden Themen beschäftigen:
Zunächst wird es darum gehen, zu ergründen, was unter Trauma verstanden wird; welche Definition gibt es für Trauma; wie kann sich ein Trauma zeigen und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es. Dabei werden wir uns vor allem die Zusammenhänge von Flucht und Trauma sowie Rassismus und Trauma ansehen. Ein bedeutender Aspekt in diesen Kontexten ist die Praxis und der Begriff der Mikroaggression. Darunter werden alltägliche, mitunter beiläufige Äußerungen verstanden, mit denen an die andere Person abwertende Botschaften gesendet werden und die sich auf deren Gruppenzugehörigkeit beziehen.
Im Kontext der Beratung geht es um die Reflexion des eigenen Sprechens, um zu vermeiden, dass die Beratung zu einem erneuten traumatischen Ereignis wird, dass in der Beratung die Traumatisierung der Kundin und des Kunden verstärkt wird und darum, in der Beratung sensibel die Perspektive der zu beratenden Person eingenommen werden kann. von den zu beratenden Personen auszugehen.

Ziele der Fortbildung:
Die Teilnehmenden können das Beratungssetting traumasensibel gestalten und ihre eigene Sprache reflektieren. Sie wissen, was unter Trauma verstanden wird und können Mikroaggressionen im eigenen Sprechen als traumaverstärkend erkennen. In dieser Fortbildung geht es vor allem um eine entsprechende Arbeitsweisen zum Umgang mit traumabetroffenen Menschen für Alltag und Beratung zu entwickeln. Einen besonderen Stellenwert soll hier der systemische Umgang mit der Traumathematik bekommen.

-> Servicestelle „Interkulturelle Orientierung/Öffnung, Antidiskriminierung und Diversity“ IQ Netzwerk Sachsen-Anhalt Nord (Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel.: 0391/ 5371201)

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