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7. Juni: "Das Recht zu gehen, das Recht zu bleiben"

Vortrag und Diskussion mit Ousmane Diarra und Alassane Dicko aus Bamako/Mali von der "Malischen Vereinigung der Abgeschobenen", 19.00 Uhr

Eine Veranstaltung über die Situation von Flüchtlingen, die aus ihrem Leben in Europa wieder abgeschoben werden, über die EU-Flüchtlingspolitik und die Arbeit der "Malischen Vereinigung der Abgeschobenen"

Jede/r kennt sie, die erschütternden Medienberichte über Flüchtlinge, die in maroden Schiffen versuchen, das Mittelmeer zu überqueren und dabei zu Tode kommen. Sie starben auf der Flucht vor Lebensbedingungen, die nicht zuletzt durch den europäischen Freihandel und Klimakatastrophen unerträglich wurden.
Dem Flüchtlingsdrama in ihren Grenzgewässern zum Trotz bleiben die EU-Länder seltsam gleichgültig. Sie errichten nur Zäune, Mauern und Feindbilder, die die Flüchtenden nicht herein- und das Elend nicht an uns heranlassen. Die Menschen, die auf der anderen Seite unserer Meere und Grenzen auf die Fahrt in ein besseres Leben warten, teilen ein Schicksal: In Afrika können sie nicht, in Europa dürfen sie nicht bleiben.
Was aber tun, wenn die Heimat kein Zuhause ist? Was passiert mit jenen Menschen, die, nachdem sie bereits in Europa lebten und arbeiteten, zurück in ihre Herkunftsländer abgeschoben wurden?

Ousmane Diarra und Alassane Dicko sind Mitarbeiter der "Malischen Vereinigung der Abgeschobenen" (Association Malienne des Expulsés, AME) in der malischen Hauptstadt Bamako. AME ist eine der wenigen Basis-Organisationen in Westafrika, die Abgeschobene praktisch und politisch unterstützt. Ihre Mitarbeiter/innen kümmern sich um Abgeschobene, die am Flughafen in Bamako oder an der mauretanisch-malischen Grenze ankommen und medizinische Hilfe, eine Notunterkunft oder juristische Unterstützung benötigen. Weitere Arbeitsschwerpunkte der AME sind Öffentlichkeitsarbeit, politische Kampagnen und die Netzwerkarbeit mit regionalen und europäischen Basisinitiativen und NROs.
In ihrem Vortrag werden Ousmane Diarra und Alassane Dicko von der Arbeit der AME berichten, auch darüber, welche praktische Bedeutung Migration für ein armes Land wie Mali hat. Sie selbst haben die Erfahrung von Migration und Ausweisung selbst erlebt. Außerdem werden sie darstellen, wie sie die Flüchtlingspolitik der europäischen Staaten und die Abschiebelager in Deutschland beurteilen. Im Anschluss wird es Zeit für Fragen und Diskussion geben.

Träger der Veranstaltung:
Mobile Beratung für Opfer rechter Gewalt Sachsen-Anhalt, medico international (Frankfurt/Main) in Kooperation mit dem antirassistischen Netzwerk NoLager Bremen und transact! mit Unterstützung des Flüchtlingsrats Sachsen-Anhalt e.V.

Kontakt:
Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e.V.
Tel.: 0391/5371-281
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

weitere Informationen:
www.medico.de
www.mobile-opferberatung.de
Weitere Termine der AME: http://transact.noblogs.org

 

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