IMG 6591Elf ehrenamtlich Engagierte konnten am 4. September 2019 in Dessau-Roßlau als Teilnehmer*innen der neuen Weiterbildungsreihe „Interkultur im Ehrenamt“ begrüßt werden.
Konzipiert, organisiert und durchgeführt wird diese Reihe vom IKOE-Projekt der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. in Kooperation mit dem Multikulturellen Zentrum e.V. in Dessau.

 

20190912 150733Die zweite von insgesamt vier Regionalkonferenzen fand am 18. September 2019 im Dessauer Bauhaus statt. Das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration organisiert gemeinsam mit der AGSA diesen Prozess, an dessen Ende ein Integrationskonzept für das Land Sachsen-Anhalt stehen soll. 

Der Ansatz, regionale Konferenzen anzubieten, sei „ein richtiger Schritt, um die Akteure vor Ort und im ganzen Land in den Prozess einzubeziehen“, zitiert das >> Integrationsportal der Landesregierung in seiner Meldung vom 19.09.2019 den ehemaligen AGSA-Geschäftsführer Michael Marquardt. Gleichzeitig lägen die Hürden für das weitere Verfahren sehr hoch, wenn die Vorschläge und Entwürfe aus den Runden nicht auf einen politischen Grundkonsens treffen. 

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Das fünfte Modul der AGSA-IKOE-Trainer*innenqualifizierung widmete sich am 6./7. September 2019 dem Thema „Interkulturelle Öffnungsprozesse initiieren und begleiten“ und fand in länderübergreifender Kooperation mit dem Thüringer Zentrum für Interkulturelle Öffnung aus Jena statt.

Wie kann man in Unternehmen, insbesondere Verwaltungen, das Interesse an Vielfaltsmanagement und Interkultureller Organisations- und Personalentwicklung wecken?
Es komme darauf an, so Referentin Julia Brade, argumentative Brücken zu bauen und Interesse bei den Verwaltungsangestellten für ein auf den ersten Blick nicht greifbares Querschnittsthema zu wecken. In der Interkulturellen Öffnung läge das Potenzial, bestehende Kommunikationsabläufe, Muster in der Konfliktbearbeitung oder vorhandene Strukturen neu zudenken. Interkulturelle Öffnung ist nichts, was irgendwann beendet ist, sie ist ein fortdauernder Beteiligungsprozess der auf eine vorurteilsbewusste, wertschätzende und offene Unternehmenskultur abzielt. 

byebye eurocampNach 12 Tagen geht für die Teilnehmenden des Eurocamps 2019 eine eindrucksvolle und erlebnisreiche Zeit in Schlaitz in der Gemeinde Muldestausee zu Ende. Die 60 Jugendlichen zwischen 18 und 25 Jahren haben viel im Gepäck, das sie aus der seenreichen Gemeinde im südöstlichen Sachsen-Anhalt nach Hause begleitet. Aus Albanien, Bulgarien, Frankreich, Griechenland, Italien, Island, Lettland, Moldawien, Montenegro, Nordmazedonien, Polen, Russland, Spanien, der Ukraine und Sachsen-Anhalt selbst waren sie Anfang August in das Heidecamp Schlaitz gereist, um bei vielfältigen Freizeitaktivitäten, gemeinsamer Arbeit sowie in Workshops das Bundesland Sachsen-Anhalt, das Leben und Arbeiten in der Bitterfelder Region sowie gleichaltrige Jugendliche aus anderen Ländern Europas kennenzulernen, etwas über ihre Lebenssituationen zu erfahren, miteinander Spaß zu haben.

Eröffnung TeamIn Schlaitz in der Gemeinde Muldestausee wurden am 05. August 2019 durch Bildungsminister Tullner, Bürgermeister Ferid Giebler und den AGSA-Vorsitzenden Gerhard Miesterfeldt 60 Jugendliche aus 15 Ländern im inzwischen 28. Eurocamp des Landes Sachsen-Anhalt begrüßt.

"Genau hier begann die Idee des Eurocamps im Jahr 1992. Bis heute sind die positiven Ergebnisse zu sehen und ich freue mich, dass auch diesmal tolle gemeinnützige Projekte umgesetzt werden und vielen Bürgerinnen und Bürgern einen Nutzen bringen“, freut sich Bürgermeister Ferid Giebler, dass nach seiner Geburtsstunde 1992 das Eurocamp erneut zu Gast in Schlaitz ist.

EC2014 07 26 Beachparty Barbora aus der Slowakei und ihr Team beim Einmarsch zu den Göttern60 junge Menschen aus über 15 Ländern Europas gastieren anlässlich des 28. EUROCAMPs des Landes Sachsen-Anhalt bis zum 16. August 2019 in der Gemeinde Muldestausee im Landkreis Anhalt-
Bitterfeld.
Neben verschiedenen Workshops werden die Teilnehmenden an gemeinnützigen Projekten in der Gemeinde mitwirken und Firmen der Region besuchen.
Und wie steht es eigentlich um die Europäische Union? Wie werden die neuesten politischen Entwicklungen von jungen Menschen aus den verschiedensten Regionen Europas diskutiert?

Die Teilnehmenden lernen so bei gemeinsamer Arbeit und abwechslungsreichen Lern- und Freizeitaktivitäten das Zusammenleben in Vielfalt und das Land Sachsen-Anhalt kennen.

inCollage 20190704 095309113Am 2. Juli 2019 trafen 28 Mitgliedsorganisationen des AGSA-Dachverbandes zu Ihrer Jahresmitgliederversammlung im ewh zusammen.

Auf der Tagesordnung standen Beschlüsse zum Haushalt und der AGSA-Satzung sowie der Tätigkeitsbericht des Vorstandes, der durch den Vorsitzenden präsentiert wurde.

Darüber hinaus haben sich zwei neue AGSA-Mitgliedsorganisationen vorgestellt. Lothar Lichtenberg stellte den Verein Bienenweide e.V. vor, der mit seinen Mitgliedern in ländlichen und auch innerstädtischen Gebieten über Patenschaften alte Ackerflächen und Brachen in blühende Landschaften umgestaltet und über Workshops und Infoveranstaltungen einen Beitrag zur Sensibilisierung der Bevölkerung für eine nachhaltige ökologisch verträgliche Entwicklung leistet. Weiterhin begrüßten wir Elena Orsini und Ulrike Baum vom Centro Italiano di Cultura Sachsen-Anhalt e.V. (CIMA e.V.). Ziel ihres Vereins ist es, den deutsch-italienischen Austausch zu fördern bspw. über einen Stammtisch, Italienische Kulturtage sowie Konzerte, Kinoabende (CineCIMA), Ausstellungen u.v.m.

Wir sagen herzlich willkommen bei der AGSA und auf eine gute Zusammenarbeit unter dem Verbandsmotto "Vielfalt engagiert gestalten"!

IHK Titel "Wir haben noch einen erheblichen Nachholbedarf". Zur Standortattraktivität Sachsen-​Anhalts und der Mittlerrolle zwischen Behörden und Unternehmen (AGSA-​Geschäftsführer K. Blau im Interview mit der IHK)

Der Geschäftsführer der Auslandsgesellschaft Sachsen-​Anhalt e.V. (AGSA), Krzysztof Blau, hat sich im IHK-​Journal „Der Markt“ (Ausgabe 06/2019) zu den Themen EU, Integration und Wirtschaft sowie die Rolle der AGSA geäußert. Seine Vorstellungen zur Perspektive der AGSA als ein Dachverband von 43 Migrantenorganisationen seien, „dass wir eine Brückenfunktion zwischen den öffentlichen Institutionen, den Unternehmen und den Menschen, die hier leben, einnehmen“, sagte Krzysztof Blau in dem Interview. Unternehmen könnten von einer Zusammenarbeit mit der AGSA profitieren. Die AGSA sei Mittler, berate und coache Behörden und Unternehmen rund um das Thema Vielfalt, biete maßgeschneiderte Workshops für ihre Mitarbeiter und organisiere Fachvorträge.

logo iqIm Auftrag der Servicestelle IQ „Interkulturelle Beratung und Trainings“, nördliches Sachsen-Anhalt wurden im Jahr 2018 zwei Fortbildungen zum Thema "Umgang mit traumatisierten Personen im Beratungskontext" angeboten. Aufgrund der starken Nachfrage hat sich die Servicestelle IQ „Interkulturelle Beratung und Trainings“ entschieden, das Format im Jahr 2019 noch einmal anzubieten. Gesucht wird eine Fachreferentin/Fachreferent zum Thema.

DSC00535Am 10. und 11. Mai fand das vierte von insgesamt acht IKOE-Trainings der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt (AGSA) e. V. im Roncalli-Haus Magdeburg zum Thema „Organisationskultur und Kulturveränderung“ statt.
Die 13 Teilnehmenden aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Niedersachsen setzten sich auf der Grundlage des erfahrungsorientierten Lernens mit Fragen auseinander wie z. B.: Was bewirkt die Arbeit an Werten in einer Organisation? Was ist bei der Entwicklung eines Leitbildes zu beachten? Und was kann dazu führen, dass die erstrebenswerten Grundsätze von ihren Mitgliedern im Sinne eines „organischen Leitbildes“ auch gelebt werden? (zit. Leandro Felipe Gambôa, Interkultureller Trainer und Berater).
Der erweiterte Teilnehmerkreis für das Thema (u. a. eine „Promotorin für Eine Welt“, ein Koordinator „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ sowie Qualitätsbeauftragte) spiegelte das Portfolio an Interkultureller Trainings- und Beratungskompetenz wider und führte zu einem regen Erfahrungsaustausch. Nach einer erfahrungsorientierten Annäherung an den Kulturbegriff wurden handlungsleitende Prinzipien für die Beratung Interkultureller Öffnungsprozesse (IKÖ), speziell in Verwaltungen und Bildungsorganisationen, von den Teilnehmenden erarbeitet.