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Das fünfte Modul der AGSA-IKOE-Trainer*innenqualifizierung widmete sich am 6./7. September 2019 dem Thema „Interkulturelle Öffnungsprozesse initiieren und begleiten“ und fand in länderübergreifender Kooperation mit dem Thüringer Zentrum für Interkulturelle Öffnung aus Jena statt.

Wie kann man in Unternehmen, insbesondere Verwaltungen, das Interesse an Vielfaltsmanagement und Interkultureller Organisations- und Personalentwicklung wecken?
Es komme darauf an, so Referentin Julia Brade, argumentative Brücken zu bauen und Interesse bei den Verwaltungsangestellten für ein auf den ersten Blick nicht greifbares Querschnittsthema zu wecken. In der Interkulturellen Öffnung läge das Potenzial, bestehende Kommunikationsabläufe, Muster in der Konfliktbearbeitung oder vorhandene Strukturen neu zudenken. Interkulturelle Öffnung ist nichts, was irgendwann beendet ist, sie ist ein fortdauernder Beteiligungsprozess der auf eine vorurteilsbewusste, wertschätzende und offene Unternehmenskultur abzielt. 

Durch Übungen aus der „Theorie U“ (Erklärungsmodell für Lern-und Entwicklungsprozesse) erlernten die Trainer*innen, wie sie durch eine klare Formulierung, aktives Zuhören, anschauliche Beispiele und mit Leidenschaft potentielle Auftraggeber*innen von einem Beratungsangebot überzeugen können. Anhand von selbst gewählten Fallbeispielen und Projektideenden durch die Teilnehmenden, wurden in verschiedenen Szenarien Gespräche mit relevanten Akteur*innen simuliert. Angetan von dem breiten Fach- und Erfahrungswissen der Beteiligten, betonte die Referentin, welch ein Schatz und Gewinn die Gruppe für jeden einzelnen Lernenden sei, um sich bspw. Feedback einzuholen oder gemeinsam Konzepte zu entwickeln. Genau das ist ein wichtiges Merkmal der Qualifizierungsreihe - ganz bewusst den Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer zwischen den aus den unterschiedlichsten Strukturen kommenden Trainer*innen anzuregen.

Die Trainer*innen-Qualifizierung besteht aus drei weiteren Modulen, die bis 2020 vom AGSA-Projekt „Interkulturelle Orientierung und Öffnung. Koordinierungsstelle Integrationsmanagement in Sachsen-Anhalt.“ für Interkulturelle Trainer*innen und Berater*innen angeboten werden. Die Weiterbildung baut auf den Grundlagen zu Theorien der Interkulturellen Orientierung und Öffnung, Diversity Management sowie Methoden der Erwachsenenbildung auf und befähigt zur Begleitung von interkulturellen Öffnungsprozessen in Verwaltung und Bildungsinstitutionen.

Einen Einblick in die Inhalte der Aufbauqualifizierung gibt der >> Trailer "Qualifizierung für interkulturelle Trainer*innen 2018-2020"

Weiterführende Informationen erhalten Sie bei Verena Redemann, Mitarbeiterin für Interkulturelle und politische Bildungsarbeit des IKOE-Projekts (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Tel.: 0391 5371-241).

Foto: AGSA