Junge Menschen bauen Brücken – AGSA unterstützt die Städtepartnerschaft zwischen Magdeburg und Saporischschja
Städtepartnerschaften leben von Begegnungen – und ganz besonders von Kindern und Jugendlichen, die einander kennenlernen, Freundschaften schließen und gemeinsam Zukunft gestalten.
18 Jugendliche und zwei Begleitpersonen aus Magdeburgs ukrainischer Partnerstadt Saporischschja waren vom 28. September bis zum 16. Oktober 2026 zu Gast in Magdeburg. Im Rahmen des UNESCO-Projekts „Recreation Project for Ukraine“ erhielten sie die Gelegenheit, das deutsche Schulsystem kennenzulernen, neue Erfahrungen zu sammeln und für einige Wochen Abstand vom Kriegsalltag in ihrer Heimat zu gewinnen.
Ein besonderer Moment war der Empfang durch Oberbürgermeisterin Simone Borris im Alten Rathaus. Die Jugendlichen trugen sich in das Gästebuch der Landeshauptstadt ein – ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit zwischen beiden Partnerstädten.
Auch das einewelt haus Magdeburg wurde zu einem Ort der Begegnung.
Bei einem besonderen Theaterabend im Rahmen der Interkulturellen Woche in Magdeburg, der dem ukrainischen Dichter Iwan Franko gewidmet war, begegneten die jungen Gäste aus Saporischschja Kindern und Jugendlichen aus Magdeburg. Die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler des Theaterstudios Spiel Viel brachten Frankos Poesie auf die Bühne und zeigten eindrucksvoll, wie Sprache, Literatur und Kultur Menschen über Ländergrenzen hinweg verbinden und Brücken zwischen jungen Menschen bauen können.
Für die ukrainischen Jugendlichen, die in ihrer Heimat intensiv Deutsch lernen, war es eine besondere Gelegenheit, die deutsche Sprache lebendig zu erleben und mit Gleichaltrigen ins Gespräch zu kommen.
Die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e. V. (AGSA) unterstützt die Städtepartnerschaft zwischen Magdeburg und Saporischschja und setzt sich für lebendige internationale Kontakte und Begegnungen ein.
Gerade in Zeiten des Krieges sind solche Begegnungen von unschätzbarem Wert. Sie schaffen Vertrauen, fördern gegenseitiges Verständnis und zeigen jungen Menschen, dass sie Teil einer europäischen Gemeinschaft sind.
Das einewelt haus in Trägerschaft der AGSA bietet dafür einen offenen Raum, in dem Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenkommen, miteinander ins Gespräch kommen und internationale Freundschaften wachsen können.
Unser herzlicher Dank gilt der Landeshauptstadt Magdeburg, insbesondere dem Bereich Protokoll und Städtepartnerschaften, der IGS Willy Brandt, dem Ukrainischen Frauenintegrationsverein FRAUENPOWER e. V., dem Theaterstudio Spiel Viel und allen weiteren Beteiligten.
Internationale Städtepartnerschaften sind weit mehr als offizielle Vereinbarungen. Sie werden durch Menschen lebendig – und ihre Zukunft beginnt mit der Begegnung junger Menschen.
Dafür engagiert sich die AGSA. Für ein weltoffenes Magdeburg, für internationale Verständigung und für ein friedliches Miteinander in Europa.