AGSA begrüßt neue Kooperation zwischen Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt und dem polnischen „Pilecki-Haus“

Herkunftsnachweis: © Landeszentrale für politische Bildung

AGSA begrüßt neue Kooperation zwischen Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt und dem polnischen „Pilecki-Haus“

Die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e. V. (AGSA) begrüßt die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt und dem polnischen Museum „Haus der Familie Pilecki“ in Ostrów Mazowiecka ausdrücklich. Die neue Partnerschaft ist ein wichtiges Signal für die deutsch-polnische Verständigung und stärkt zugleich die regionale Zusammenarbeit zwischen Sachsen-Anhalt und seiner polnischen Partnerregion Masowien.

Seit vielen Jahren engagiert sich die AGSA gemeinsam mit ihren Mitgliedsorganisationen für den Ausbau der Beziehungen zu Polen und für lebendige Austauschformate zwischen beiden Ländern. Die nun vereinbarte Kooperation knüpft an bestehende Kontakte an und schafft neue Möglichkeiten für gemeinsame Bildungsarbeit, fachlichen Austausch und Begegnungen – insbesondere für junge Menschen.

Anlässlich der Unterzeichnung sagte der Geschäftsführer der AGSA, Krzysztof Blau:
„Echte Verständigung entsteht dort, wo Menschen einander begegnen, zuhören und voneinander lernen. Diese Partnerschaft eröffnet neue Räume für Begegnung, Austausch und gemeinsame Erfahrungen – gerade für junge Menschen. Sie trägt dazu bei, Vorurteile abzubauen, gegenseitiges Verständnis zu stärken und Vertrauen nachhaltig wachsen zu lassen. Denn es gibt keine gemeinsame Zukunft ohne die Kenntnis unserer gemeinsamen Geschichte. Gerade aus ihr erwächst die Verantwortung, Demokratie zu leben und Europa gemeinsam zu gestalten.“

Auch Dr. Edward Sulek, 2. Vorsitzender der AGSA-Mitgliedsorganisation Deutsch-Polnische Gesellschaft Sachsen-Anhalt, unterstrich die Bedeutung der Vereinbarung:
„Solche Initiativen sind daher weit mehr als Projekte – sie sind ein aktiver Beitrag zur Stärkung der deutsch-polnischen Verständigung, zu einem demokratischen Miteinander und zu einer offenen, vielfältigen Gesellschaft in Sachsen-Anhalt und leisten einen wichtigen Beitrag für unsere gemeinsame Zukunft in Europa.“

Die Kooperation zwischen der Landeszentrale und dem „Pilecki-Haus“ baut auf einem bereits seit 2020 bestehenden Austausch auf. Das Museum in Ostrów Mazowiecka ist dem Leben und Wirken des polnischen Widerstandskämpfers Witold Pilecki gewidmet und vermittelt wichtige Perspektiven auf die polnische Erinnerungskultur, den Zweiten Weltkrieg und die deutsche Besatzung. In den vergangenen Jahren war das Museum bereits mehrfach Station von Gedenkstättenfahrten aus Sachsen-Anhalt nach Treblinka.

Künftig sollen im Rahmen der Vereinbarung weitere Begegnungsformate, gemeinsame Bildungsprodukte sowie regelmäßige fachliche Austausche der Mitarbeitenden beider Einrichtungen umgesetzt werden. Damit wird nicht nur die Zusammenarbeit im Bereich der historisch-politischen Bildung vertieft, sondern auch die Partnerschaft zwischen Sachsen-Anhalt und Masowien mit konkretem Leben gefüllt.

Die AGSA sieht in dieser Entwicklung ein starkes Zeichen für ein gemeinsames Europa, das auf Erinnerung, Dialog und demokratischer Verantwortung aufbaut.

Pressemitteilung der Landeszentrale

PM_16_117032026_Pilecki_Koop_Vereinbarung.pdf (108,0 KiB)

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