Landes-Demokratiekonferenz 2026: Demokratie im Dialog stärken

Am 15. Januar 2026 fand im Gesellschaftshaus Magdeburg die Landes-Demokratiekonferenz unter dem Titel „In welcher Demokratie wollen wir leben? – Sachsen-Anhalt im Gespräch“ statt. Über 150 Vertreter*innen aus Politik, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Verwaltung kamen zusammen, um über aktuelle Herausforderungen und Zukunftsperspektiven demokratischen Zusammenlebens in Sachsen-Anhalt zu diskutieren.

Als Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt begleiten wir seit vielen Jahren demokratische Bildungsprozesse, internationale Verständigung sowie den Einsatz für Vielfalt und Weltoffenheit. Vor diesem Hintergrund war die Konferenz für uns ein wichtiger Ort des Austauschs, der Vernetzung und der gemeinsamen Verantwortung für eine lebendige Demokratie – gerade mit Blick auf die bevorstehenden Landtagswahlen 2026.

Eröffnet wurde die Konferenz durch ein Grußwort von Petra Grimm-Benne, Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. Sie unterstrich die Bedeutung demokratischer Teilhabe und verwies auf die besondere gesellschaftliche Situation in Sachsen-Anhalt, in der Demokratie nicht als Selbstverständlichkeit, sondern als gemeinsame Aufgabe verstanden werden müsse.

In den anschließenden Keynotes wurde Demokratie aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet:
Götz Ulrich, Landrat des Burgenlandkreises, sprach über die Rolle der Kommunen und den sich wandelnden Gestaltungsspielraum auf lokaler Ebene. Mika Kaiyama (LAMSA e.V.) machte deutlich, wie eng Demokratie, Teilhabe und migrationsgesellschaftliche Realität miteinander verbunden sind – ein Ansatz, der auch unsere internationale und interkulturelle Arbeit prägt.
Weitere Impulse kamen von Prof. Dr. Rahim Hajji (Hochschule Magdeburg-Stendal), Maximilian Frey (Jugendgemeinderat Muldestausee) sowie von Susi Möbbeck, Integrationsbeauftragte der Landesregierung, die die Keynote-Runde abschloss.

Am Nachmittag vertieften fünf Workshops zentrale Themen demokratischer Praxis: von Ostidentität als politischer Konfliktlinie über Meinungsfreiheit und digitale Gewalt bis hin zu Erinnerungskultur und pädagogischem Handeln bei rechtsextremen Vorfällen. Besonders deutlich wurde dabei, wie wichtig geschützte Räume für Dialog, Bildung und kritische Auseinandersetzung sind – Räume, die auch wir als Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt in unserer Arbeit auf lokaler, landesweiter und internationaler Ebene schaffen.

Die Landes-Demokratiekonferenz 2026 hat gezeigt: Demokratie lebt vom Gespräch, vom Perspektivwechsel und von der aktiven Beteiligung vieler. Als Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt sehen wir uns weiterhin als Teil dieses Netzwerks – engagiert für eine offene, solidarische und vielfältige Gesellschaft in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus.

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