10 Jahre IKOE-Projekt: Ein Jahrzehnt Vielfalt und Strukturwandel in Sachsen-Anhalt! 

Herkunftsnachweis: © AGSA

Interkulturelle Öffnung und Kompetenzentwicklung in Sachsen-Anhalt

Am 15. Juni 2026 blickte die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e. V. (AGSA) gemeinsam mit Kooperationspartner*innen und Akteur*innen der Integrationsarbeit im einewelt haus Magdeburg auf zehn Jahre IKOE-Projekt zurück. Im Mittelpunkt der Abschlussveranstaltung standen die Entwicklung der Fachstelle Interkulturelle Öffnung und Kompetenzentwicklung Sachsen-Anhalt, gemeinsame Erfahrungen aus vier AMIF-Förderperioden sowie der fachliche Austausch über Erreichtes und zukünftige Herausforderungen.

Seit vielen Jahren arbeitet die AGSA an der Schnittstelle von Zivilgesellschaft, Verwaltung und Erwachsenenbildung. Mit dem IKOE-Projekt konnte sie wichtige Impulse für interkulturelle Öffnung, Qualifizierung und strukturelle Weiterentwicklung in Sachsen-Anhalt setzen. Besonders seit den Jahren 2015 und 2016 ist der Bedarf an interkultureller Kompetenzentwicklung und begleitenden Unterstützungsangeboten deutlich gestiegen. Das Projekt hat diesen Wandel nicht nur kurzfristig begleitet, sondern über einen langen Zeitraum mitgestaltet und nachhaltige Prozesse unterstützt.

Im Verlauf der vier Förderperioden konnten an vielen Stellen dauerhafte Strukturen aufgebaut und lokale Entwicklungen angestoßen werden. Dazu gehören unter anderem die Bündelung von Dienstleistungen in der Migrationsagentur (MiA) im Burgenlandkreis sowie die Mitwirkung am Bündnis für Weltoffenheit in Dessau-Roßlau. Ziel war und ist es, interkulturelle Öffnung nicht als Einzelmaßnahme zu verstehen, sondern als langfristige Querschnittsaufgabe in Verwaltung, Bildung und Gesellschaft zu verankern.

Zu den prägenden Formaten des Projekts gehören die IKOE-Themenwerkstatt mit den Integrationskoordinator*innen der Kommunen und Landkreise Sachsen-Anhalts, der „Vielfaltsmontag“ in Dessau-Roßlau zur Qualifizierung lokaler Akteur*innen sowie die Trainer*innenqualifikation, die Menschen aus Verwaltung, Bildung und Zivilgesellschaft dazu befähigt, Konflikte konstruktiv zu begleiten und Vielfalt in ihren jeweiligen Organisationen zu stärken.

Deutlich wurde bei der Abschlussveranstaltung auch, dass interkulturelle Öffnung dazu beiträgt, Barrieren zu überwinden und unterschiedliche gesellschaftliche Bereiche miteinander zu verbinden. Gerade aus der Zusammenarbeit verschiedener Perspektiven entstehen tragfähige und innovative Lösungen für aktuelle Herausforderungen.

Mit dem Abschluss der vierten Förderperiode (gefördert durch den AMIF und das Land Sachsen-Anhalt) verbindet die AGSA vor allem Dankbarkeit für zehn Jahre vertrauensvolle Zusammenarbeit, fachlichen Austausch und gemeinsame Entwicklungen. Das IKOE-Projekt hat in dieser Zeit wichtige Beiträge dazu geleistet, Vielfalt als Ressource sichtbar zu machen und Strukturen zu stärken, die Ausgrenzung vermeiden und Teilhabe fördern.

Die AGSA dankt allen Partner*innen, Wegbegleiter*innen und Beteiligten, die diese Arbeit in den vergangenen zehn Jahren mitgetragen und mitgestaltet haben.

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