Die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e. V. unterstützt aktiv die internationalen Kontakte der berufsbildenden Schulen im Land.

Die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e. V. (AGSA) unterstützt aktiv die internationalen Kontakte der berufsbildenden Schulen im Land.

Im Rahmen des Projekts „Berufsbildung ohne Grenzen (BOG)“ begleitete die AGSA eine Bildungsreise der Fachoberschule für Wirtschaft und Verwaltung aus Haldensleben in die polnische Partnerregion Masowien mit ihrer Hauptstadt Warschau. Ziel der fünftägigen Bildungsreise war der fachliche Austausch sowie das gegenseitige Kennenlernen von Bildungsstrukturen und Methoden in der Partnerregion.

Im Rahmen der Reise erhielt die Gruppe vielfältige Einblicke in Bildungs-, Verwaltungs- und Arbeitsstrukturen der Region. Auf dem Programm standen der Besuch der Universitätsbibliothek Warschau mit Fokus auf Organisation, Digitalisierung und Management, ein Austausch mit einer internationalen Schule zu Mehrsprachigkeit und Schulorganisation sowie Einblicke in moderne Arbeitswelten im Cambridge Innovation Center (CIC). Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Besuch der Berufsschule Technikum Nr. 10, bei dem die Teilnehmenden den Unterricht miterleben und sich mit Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern austauschen konnten. Ergänzt wurde das Programm durch den Besuch der Stiftung „Szansa“, die ihre zivilgesellschaftliche Arbeit und Netzwerke vorstellte. Neben den fachlichen Inhalten bot die Reise Raum für interkulturelle Erfahrungen, das Kennenlernen der Stadt Warschau sowie gemeinsame Reflexionen.

Eine zentrale Erfahrung der Reise war der Perspektivwechsel: Wie fühlt es sich an, sich in einem fremden Umfeld zu bewegen, die Sprache nicht vollständig zu verstehen und Situationen nur eingeschränkt einordnen zu können? Diese Erfahrung sensibilisierte die Teilnehmenden nachhaltig für interkulturelle Herausforderungen und wird sie auch in ihrem zukünftigen Berufsalltag prägen. Gleichzeitig wurden Möglichkeiten für individuell geförderte Auslandspraktika, etwa im Rahmen von Erasmus+, vorgestellt.

Die Bildungsreise hat eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll internationale Lernorte für die berufliche Orientierung und fachliche Entwicklung sind. Praxisnahe Einblicke, neue Perspektiven und interkulturelle Erfahrungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung und zur Internationalisierung der beruflichen Bildung in Sachsen-Anhalt.

Die positiven Eindrücke waren so überzeugend, dass bereits konkrete Überlegungen zu weiteren Austauschformaten und Erasmus+-Praktika entstanden sind.

Hintegrund:

Mit dem bundesweiten Förderprogramm „Berufsbildung ohne Grenzen“ unterstützt die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e. V. gemeinsam mit den gewerblichen Kammern des Landes – der IHK Magdeburg, der IHK Halle-Dessau, der Handwerkskammer Magdeburg und der Handwerkskammer Halle – kleine und mittlere Unternehmen sowie Auszubildende und junge Fachkräfte dabei, internationale Berufserfahrungen zu sammeln und interkulturelle Kompetenzen zu entwickeln. Die Mobilitätsberaterinnen und -berater informieren über Auslandsaufenthalte, unterstützen bei der Planung und Partnersuche und beraten zu Fördermöglichkeiten wie Erasmus+. Das Projekt ist Teil der AGSA-Fachstelle „Vielfalt im Arbeitsleben“.

Internationale Zusammenarbeit, Austausch und Mobilität sind zentrale Standortfaktoren für die Zukunft Sachsen-Anhalts. Sie stärken nicht nur die fachlichen Kompetenzen junger Menschen, sondern fördern auch Weltoffenheit, Verständnis und die Fähigkeit, in einer globalisierten Arbeitswelt erfolgreich zu agieren.

Kontakt

Izabela Peter
Mobilitätsberaterin in Sachsen – Anhalt Nord

E-Mail: izabela.peter@agsa.de

Thomas Böttcher
Mobilitätsberater in Sachsen – Anhalt Süd

E-Mail: thomas.boettcher@agsa.de

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