Global denken, lokal begegnen – unsere Fachstelle „Weltoffen, solidarisch, dialogisch“ im Juli

Der Juli stand im Zeichen von Perspektivwechseln, internationaler Begegnung und dem Dialog über Kultur- und Generationsgrenzen hinweg, immer mit den UN-Nachhaltigkeitszielen (SDGs) im Rücken.

Den Auftakt bildete am 3. Juli das Format „Sprechen & Zuhören“ auf Einladung der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA) im einewelt haus Magdeburg zum Thema „Was bedeutet Heimat für mich?“. Organisiert von Mehr Demokratie, der Stadtbibliothek Magdeburg, der Freiwilligenagentur Magdeburg, der Städtischen Volkshochschule Magdeburg, dem Nachhaltigkeitsbüro der OVGU und Partnern, brachte die Reihe Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammen, um das Zuhören in der Breite der Gesellschaft zu stärken. Im Austausch wurde die Vielfalt des Begriffs Heimat deutlich – von Familie und Sprache bis hin zu schmerzhaften Erfahrungen durch politische Umstände, Flucht oder Krieg. Dieser intensive Perspektivwechsel zeigte, dass wir trotz ungleicher Lebenswege dieselben menschlichen Grundbedürfnisse teilen. Der Abend mündete in dem berührenden Konsens „Heimat ist im Herzen“. Wir danken allen für ihr respektvolles Zuhören und weisen auf die nächsten Termine hin: am 21. August zu „Nachbarschaft“ im Kranichhaus am Neustädter See und am 9. September zu „Landtagswahlen“ in der Volkshochschule.

Am 5. Juli trugen wir die SDGs beim Sommerfest der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) auf der Streuobstwiese in Sudenburg direkt in die Gesellschaft. Mit unserem SDG-Glücksrad setzten sich Kinder und Familien spielerisch mit Umweltschutz, globaler Gerechtigkeit und nachhaltigem Handeln auseinander. Die jungen Gäste lernten globale Zusammenhänge sowie eigene Alltagshandlungen kennen und freuten sich über Preise wie SDG-Sticker, Beutel, vegane Gummibärchen und Sonnencreme. Zudem informierten wir über das WSD-Projekt sowie weitere Angebote der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt und des einewelt hauses. Ein herzlicher Dank gilt der KEB für dieses gelungene, vielfältige Fest.

Den Abschluss der Juli-Aktivitäten bildete eine internationale Begegnung beim EUROCAMP 2026 in Nebra. Die WSD-Fachstelle führte dort einen SDG-Workshop mit 22 Jugendlichen aus 12 verschiedenen Ländern zu globalen Herausforderungen wie Armut, Klimawandel und Diskriminierung durch. Nach einer SDG-Einführung kamen die Teilnehmenden mit dem SDG-Ball in Bewegung und diskutierten über globale Gerechtigkeit. Beim Rollenspiel „Schritte vorwärts“ erlebten sie durch verschiedene Biografien hautnah, wie stark Herkunft, Geschlecht, Bildung oder Vorurteile die Lebenschancen bestimmen. In der Reflexion wurde deutlich, dass weltweite Ungleichheiten meist strukturell geprägt und nicht auf individuelle Entscheidungen zurückzuführen sind. Die Jugendlichen erarbeiteten konkrete Handlungsoptionen: aufmerksam bleiben, Ungerechtigkeiten ansprechen, sich für andere einsetzen und demokratische Beteiligung wie Demonstrationen nutzen. Der Workshop bot Raum für Perspektivwechsel und zeigte, wie die junge Generation über Ländergrenzen hinweg gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft einsteht.

Die Fachstelle „Weltoffen. Solidarisch. Dialogisch.“ (WSD) bei der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. wird von Engagement Global mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), von der Stiftung Nord-Süd-Brücken sowie von der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt gefördert.

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