Internationale Bundesfreiwillige tauchen in die jüdische Geschichte Halberstadts ein
„Exkursion: Jüdisches Halberstadt - Geschichte erleben“

Am 21. August 2025 gingen die internationalen Bundesfreiwilligen der AGSA und der Freiwilligenagentur Halle gemeinsam mit der Servicestelle „Freiwilligendienste – Integriert in Sachsen-Anhalt“ auf eine besondere Zeitreise: eine Exkursion in das Berend Lehmann Museum für jüdische Geschichte und Kultur in Halberstadt. Unter dem Leitgedanken der Interkulturellen Öffnung sollte die Exkursion ein wichtiger Beitrag zur Auseinandersetzung mit der leid- wie wechselvollen Geschichte der Juden sein und für ein friedliches und tolerantes Zusammenleben in kultureller und religiöser Vielfalt werben.
Der Tag begann im historischen Lehrhaus, wo die Teilnehmenden mehr über die Grundlagen des Judentums und die Bedeutung Halberstadts als Zentrum jüdischer Gelehrsamkeit erfuhren. Weiter ging es zum DenkOrt, an dem einst die prächtige Barocksynagoge stand, und ins Mikwenhaus – ein Ort, der religiösen Alltag und Tradition greifbar macht.
Beim Stadtrundgang erkundeten die Freiwilligen das ehemalige jüdische Viertel: die Klaussynagoge, die ältesten jüdischen Friedhöfe, die frühere Schule Hascharat Zwi und die „Steine der Erinnerung“ am Domplatz. Jede Station erzählte ihre eigene Geschichte und ließ die Vielfalt jüdischen Lebens in Vergangenheit und Gegenwart spürbar werden.
Diese Exkursion war weit mehr als nur ein historischer Stadtrundgang. Sie bot einen intensiven Lern- und Begegnungsraum, der interkulturelles Verständnis, gesellschaftliche Teilhabe sowie zivilgesellschaftliches Engagement förderte.
Die Auseinandersetzung mit der jüdischen Geschichte Halberstadts zeigte eindrucksvoll, wie wichtig es ist, Antisemitismus entschieden entgegenzutreten und den Wert von Vielfalt, Vielfalt, Begegnung und Erinnerung im eigenen Lebensumfeld zu verankern.
Hintergrund:
Einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) kann jeder mindestens 18-jährige Mensch absolvieren, der seinen Wohnsitz in Deutschland hat und einen über die Länge des Dienstes gültigen Aufenthaltstitel besitzt. Ein Freiwilligendienst stellt einen guten Übergang vom Integrationskurs in den Beruf dar, festigt Sprachkenntnisse, stärkt das persönliche soziale Netzwerk und ist – ob mit oder ohne Migrationserfahrung – eine tolle Gelegenheit, sich an biografischen Wendepunkten neu zu orientieren oder seine Fähigkeiten und Fertigkeiten zu testen und auszubauen. Der ehrenamtliche Dienst kann bis zu einer Dauer von 12 Monaten absolviert werden, sorgt für eine Sozialversicherung und wird mit einem Taschengeld vergütet. Auch das einewelt haus ist Einsatzort für bis zu 20 Freiwillige jährlich, die in der Haustechnik, Beratung und Veranstaltungsbegleitung aktiv sind. Sowohl die Geschäftsstelle als auch die Mitgliedsorganisationen bekommen dadurch Unterstützung. Bei Interesse an einem BFD meldet euch bei Daria Filonenko und lasst euch beraten.
Kontakt:
Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V.
Daria Filonenko
Telefon: +49 391 5371 217
daria.filonenko@agsa.de