Rückblick auf das Jugendevent „Europa geht weiter“
Am 12. und 13. Juni 2026 fand das Jugendevent „Europa geht weiter“ statt und hat eindrucksvoll gezeigt, wie engagiert, reflektiert und diskussionsbereit junge Menschen über Europa und Demokratie nachdenken. Teilgenommen haben Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren aus verschiedenen Schulen in Sachsen-Anhalt: dem Europaschule Gymnasium Gommern, dem Stephaneum Gymnasium Aschersleben, der Sekundarschule Sankt-Petri Schwanebeck, der Sekundarschule Roßlau in Dessau-Roßlau sowie der Sekundarschule „Albrecht Dürer“ Merseburg.
Gemeinsam mit Jugendlichen aus Sachsen-Anhalt standen Fragen zu Europa, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, politischer Teilhabe und gemeinsamen gesellschaftlichen Werten im Mittelpunkt. Dabei ging es nicht darum, einfache Antworten zu finden oder vorgefertigte Positionen zu bestätigen. Entscheidend war vielmehr der offene Austausch: einander zuhören, unterschiedliche Sichtweisen kennenlernen, diskutieren und die eigenen Standpunkte hinterfragen.
Ein besonderer Höhepunkt war die Diskussionsrunde mit Vertreter*innen jugendpolitischer Organisationen. Mit dabei waren Moritz Eichelmann (Junge Liberale), Colin Martinius (Junge Union), Noah Biswanger (Die Linke), Jenny Schöttker (Jusos Magdeburg) und Jascha Rihm (Grüne Jugend). Gemeinsam mit den Jugendlichen wurden aktuelle politische und gesellschaftliche Fragen offen, respektvoll und durchaus kontrovers diskutiert.
Besonders intensiv setzte sich die Runde mit der Frage auseinander, welche Verantwortung junge Menschen für die Demokratie tragen, wie politisches Bewusstsein gestärkt werden kann und ob das Wahlalter auf 14 Jahre gesenkt werden sollte. Deutlich wurde dabei: Demokratie lebt nicht davon, dass alle derselben Meinung sind. Sie lebt davon, unterschiedliche Positionen kennenzulernen, Argumente auszutauschen und sich eine eigene, fundierte Meinung zu bilden.
Beeindruckend waren vor allem die Offenheit, das Interesse und die Ernsthaftigkeit, mit der sich die Jugendlichen eingebracht haben. Sie haben gezeigt, wie viel Neugier, Verantwortungsbewusstsein und Bereitschaft zur Mitgestaltung in der jungen Generation steckt. Das macht Mut und unterstreicht, wie wichtig Räume sind, in denen junge Menschen ihre Perspektiven einbringen und politische Prozesse mitgestalten können.
Für die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e. V. (AGSA) sind solche Formate ein wichtiger Teil demokratischer Bildungs- und Begegnungsarbeit. Projekte wie „Europa geht weiter“ schaffen Möglichkeiten für Austausch, Beteiligung und politische Reflexion und zeigen, wie wertvoll diese Erfahrungen sowohl für junge Menschen als auch für eine lebendige demokratische Gesellschaft sind.
Wir danken allen Teilnehmenden, Referent*innen und Gästen herzlich, die diesen Tag möglich gemacht und mit ihren Beiträgen bereichert haben.
Europa lebt vom Dialog. Demokratie lebt vom Mitmachen. Und beides lebt von jungen Menschen, die neugierig bleiben, Fragen stellen und bereit sind, Zukunft mitzugestalten.
Hintergrund
Das Projekt „Europa geht weiter“ fördert die Bildung und Beteiligung sowie das Engagement in Bezug auf die Europäische Union von Jugendlichen und jungen Erwachsen in Sachsen-Anhalt.
Die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e. V. (AGSA) ist seit 2019 Trägerin des Projektes. Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt, des Ministeriums für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt sowie der Staatskanzlei und des Ministeriums für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt.