Wrocław hautnah: Technik, Austausch und neue Perspektiven

Wrocław hautnah: Technik, Austausch und neue Perspektiven

Vom 19. bis 25. April 2026 tauschten 14 angehende Zerspanungsmechaniker*innen der BbS Haldensleben ihre Schulbank und Werkstatt gegen internationale Praxiserfahrungen in Wrocław (Breslau). Begleitet wurde die Bildungsreise von der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e. V. (AGSA) im Rahmen ihrer Fachstelle „Berufsbildung ohne Grenzen“.

Die Reise bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, berufliche Bildung in Polen kennenzulernen, moderne technische Ausstattung zu erleben und neue Perspektiven auf ihre eigene berufliche Zukunft zu gewinnen. Gemeinsam mit der aufnehmenden Organisation Faveo erhielt die Gruppe Einblicke in das polnische Bildungssystem und in die Unterschiede zur dualen Ausbildung in Deutschland. Auch die Erkundung der Stadt Wrocław gehörte zum Programm.

Ein Schwerpunkt der Reise lag auf dem Besuch beruflicher Lern- und Arbeitsorte. Dazu gehörten das Unternehmen FORTECO Sp. z o.o., die Berufsschule Nr. 18 sowie ein Berufliches Bildungs- und Kompetenzzentrum. Besonders die moderne Ausstattung der Einrichtungen – unter anderem mit VR-Technik, 3D-Druck und hochwertig ausgestatteten CNC-Werkstätten – hinterließ bei der Gruppe großen Eindruck.

Für viele Teilnehmende war die Fahrt ein echter Perspektivwechsel. Überraschend war vor allem, wie modern, digital und gut organisiert viele Bereiche des Alltags und der beruflichen Bildung in Polen erlebt wurden. Gleichzeitig war die Reise auch eine persönliche Lernerfahrung: sich in einer neuen Umgebung zurechtzufinden, Englisch anzuwenden und sich auf unbekannte Situationen einzulassen.

Die Bildungsreise zeigt, wie wichtig internationale Lernorte für die berufliche Orientierung und persönliche Entwicklung junger Menschen sind. Genau hier setzt die Fachstelle „Berufsbildung ohne Grenzen“ der AGSA an: Sie unterstützt Auszubildende, junge Fachkräfte, Betriebe und Berufsschulen dabei, internationale Erfahrungen in der beruflichen Bildung zu ermöglichen und europäische Mobilität als Chance zu nutzen.

Dass einige der Teilnehmenden inzwischen über ein späteres Auslandspraktikum in Polen nachdenken, zeigt den nachhaltigen Wert solcher Begegnungen. Die Fahrt nach Wrocław hat nicht nur fachliche Einblicke vermittelt, sondern auch Horizonte erweitert und Mut gemacht, Europa ganz praktisch zu erleben.

Hintergrund

Mit dem bundesweiten Förderprogramm Berufsbildung ohne Grenzen unterstützt die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e. V. gemeinsam mit den gewerblichen Kammern des Landes – der IHK Magdeburg, der IHK Halle-Dessau, der Handwerkskammer Magdeburg sowie der Handwerkskammer Halle – kleine und mittlere Unternehmen sowie Auszubildende und junge Fachkräfte dabei, internationale Berufserfahrungen zu sammeln und interkulturelle Kompetenzen zu entwickeln.

Die Mobilitätsberaterinnen und Mobilitätsberater informieren über Auslandsaufenthalte, unterstützen bei der Planung und Partnersuche und beraten zu Fördermöglichkeiten wie Erasmus+. Das Projekt ist Teil der AGSA-Fachstelle „Vielfalt im Arbeitsleben“.

Internationale Zusammenarbeit, Austausch und Mobilität sind zentrale Standortfaktoren für die Zukunft Sachsen-Anhalts. Sie stärken nicht nur die fachlichen Kompetenzen junger Menschen, sondern fördern zugleich Weltoffenheit, Verständnis und die Fähigkeit, sich erfolgreich in einer globalisierten Arbeitswelt zu bewegen.

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