Veranstaltungsdetails
Zwischen Antisemitismus und Herkunft – Mehrfachdiskriminierung jüdischer Migrantinnen und Migranten aus Osteuropa
einewelt haus Magdeburg (Schellingstraße 3-439104 Magdeburg)
Veranstaltung im Rahmen der Interkulturellen Wochen 2026
Ein großer Teil der heute in Deutschland lebenden Jüdinnen und Juden stammt aus den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion. Seit den 1990er Jahren sind zahlreiche Menschen aus Russland, der Ukraine, Belarus, Moldau und weiteren osteuropäischen Staaten nach Deutschland eingewandert. Sie haben das jüdische Leben in Deutschland nachhaltig geprägt und vielerorts zur Wiederbelebung jüdischer Gemeinden beigetragen.
Gleichzeitig bewegen sich viele von ihnen an der Schnittstelle verschiedener Identitäten: Sie sind Jüdinnen und Juden, Menschen mit einer osteuropäischen Migrationsgeschichte und Teil der deutschen Einwanderungsgesellschaft. Dadurch können Erfahrungen von Mehrfachdiskriminierung entstehen. Neben antisemitischen Anfeindungen erleben Betroffene mitunter Vorurteile gegenüber ihrer Herkunft, Sprache oder Migrationsbiografie. Diese Perspektive wird bislang nur selten öffentlich thematisiert.
Die Interkulturelle Woche bietet einen geeigneten Rahmen, um über diese bislang wenig beachtete Dimension von Diskriminierung ins Gespräch zu kommen und den Austausch zwischen jüdischen Gemeinden, Migrantenorganisationen, Politik und Zivilgesellschaft zu fördern.
Veranstaltungsort
einewelt haus Magdeburg
Schellingstraße 3-4
39104 Magdeburg
Veranstalter
AGSA e.V. / OFEK e.V. / Landesverband jüdischer Gemeinden Sachsen-Anhalt K.d.ö.R.